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Allgemeine Informationen

Die Herberge Rathewalde ist im Kern ein Fachwerkhaus aus der Zeit um 1880, das bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Beherbergungsstätte genutzt wurde.
In den fünfziger Jahren wurde es vom damaligen Eigentümer der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen geschenkt, um den Weiterbetrieb zu ermöglichen. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Haus von freiwilligen Helfern instandgesetzt und erweitert, so daß wir heute ein reizvolles, recht verwinkeltes Gebäude aus mehreren Bauetappen vorfinden.
Bis 2003 wurde das Haus von der Landeskirche als Rüstzeitheim betrieben und von Open Houses nach grundlegender Instandsetzung im Jahre 2005 wiedereröffnet.
Das Haus ist unmittelbar von einem unregelmäßig geschnittenen Garten mit Obstbäumen und großen Rhododendronbüschen umgeben, von der östlichen Grundstücksgrenze blickt man, durch ein schmiedeeisernes Gitter getrennt, direkt auf eine Schlucht hinab oder über diese hinweg, auf die gegenüberliegende Felsformation.
Das Haus ist geeignet für Gruppenfreizeiten, Seminare, umwelt- und erlebnispädagogische Projekte sowie als Ausgangspunkt für Wanderungen.

Beschreibung der Gebäude und Räumlichkeiten

Das Hauptgebäude verfügt über Erdgeschoß, Obergeschoß und Dachgeschoß, wobei sich im Erdgeschoß die gemeinschaftlichen Anlagen, in den beiden Obergeschossen die Unterkunftsräume und die sanitären Anlagen befinden.
Südseitig liegen im Erdgeschoß der Speiseraum und der Gruppenraum, beide mit freundlichen Massivholzmöbeln. Der Speiseraum hat Fliesenboden, der Gruppenraum textilen Bodenbelag, so dass er auch zum Spielen für Kleinkinder gut geeignet ist. Die östliche Wand des Speiseraumes besteht aus – hinter hölzernen Wandschränken verborgenen – Wandtafeln und Magnettafeln, so dass der Raum auch gut für Bildungsveranstaltungen genutzt werden kann.
Von diesem zwischen Speiseraum und Gruppenraum gelegenen Flur öffnet sich die Tür zur Südterrasse, einer mit Natursteinplatten belegten, von Rhododendron umstandenen halbkreisförmigen Fläche.
Im rückwärtigen Bereich befinden sich, mittels einer Durchreiche mit dem Speiseraum verbunden, Kochküche und Spülküche. Die Küchen sind mit Herden, Kühlmöglichkeiten und Spülmaschine sowie mit Geschirr für 40 Personen ausgestattet.
Die Unterkunftsräume in den beiden Obergeschossen mit insgesamt 30 Betten sowie maximal vier weiteren Aufbettungen sind größtenteils mit eigens für das Gebäude angefertigten Massivholzmöbeln ausgestattet. In den Räumen befinden sich außer den Betten Schränke bzw. eingebaute Wandschränke, Tisch und Sitzgelegenheiten, zudem in acht der zehn Räume ein Waschbecken.
Kein Raum gleicht dem anderen, sowohl vom Grundriß her, als auch von der Lage im Haus. Während man aus dem einen Raum in die Schlucht schaut, geht der Blick aus dem zweiten zum Dorf hin und aus dem dritten in den Garten.
Im Obergeschoß stehen drei Vier-Bett-Zimmer, zwei Drei-Bett-Zimmer und ein Zwei-Bett-Zimmer zur Verfügung, somit insgesamt 20 Betten. Zudem sind in einem Zwei-Bett-Zimmer und in einem Drei-Bett-Zimmer Aufbettungen möglich.
Im Dachgeschoß befinden sich ein Vier-Bett-Zimmer, ein Drei-Bett-Zimmer, ein Zwei-Bett-Zimmer und ein Ein-Bett-Zimmer, somit insgesamt 10 Betten. Das Ein-Bett-Zimmer ist vom Gang nicht durch eine Tür, sondern einen schweren schallschluckenden Vorhang getrennt, hat aber ein eigenes Waschbecken. Das Vier-Bett-Zimmer ist Durchgangszimmer in das Zwei-Bett-Zimmer. Im Drei-Bett-Zimmer bietet sich die Möglichkeit zur Aufbettung für ein Kind zwischen den Eltern-Betten an.
Im Obergeschoß befindet sich zudem eine gemütliche Diele, die sich auf den kleinen Südbalkon öffnet und für Seminararbeit und Gesprächsrunden geeignet ist.
Die sanitären Anlagen sind ungleich über die Etagen verteilt, was jedoch aufgrund der Kompaktheit und Überschaubarkeit des Hauses kein Problem darstellt. Gegenwärtig stehen sieben Toiletten und sechs Duschen zur Verfügung.
Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über eine Gas-Zentralheizung.
Der Preis pro Person und Nacht beträgt im Hauptgebäude 12 €, bei Aufbettungen 8 €.
Aufgrund der Größe des Hauses besteht die Möglichkeit, daß mehrere Gruppen sich zur gleichen Zeit im Haus aufhalten, die dann Küche und sanitäre Anlagen gemeinsam und gleichberechtigt nutzen. Eine Begegnung unterschiedlicher Gruppen ist Bestandteil des Konzeptes von Open Houses. Wird die Anwesenheit einer weiteren Gruppe nicht gewünscht, ist dies im Belegungsvertrag zu vermerken. Die Mindestbelegung beträt in einem solchen Falle 27 Personen.

Direkt neben dem Haus befinden sich zwei Nebengebäude, in dem weitere Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu zehn Personen zur Verfügung stehen.
Das östliche Nebengebäude verfügt über zwei Doppelstockbetten, deren eines so breit ist, dass darin in jeder Etage jeweils zwei Personen Platz finden, einen kleinen Aufenthaltsraum und eine kleine Teeküche mit Waschbecken im Obergeschoß. Im Erdgeschoß befinden sich ein kombinierter Koch- und Speiseraum sowie ein Raum mit Toilette und Dusche.
Das westliche Nebengebäude verfügt über einen Schlafraum mit zwei Doppelstockbetten und einen als Durchgang nutzbaren Erdgeschoßbereich, in dem beispielsweise Fahrräder und Gepäck abgestellt werden können.
Die Nebengebäude können sowohl separat als auch gemeinsam mit dem Haupthaus genutzt werden. Das westliche Nebengebäude kann, da es weder über eigene sanitäre Anlagen noch über eine eigene Küche verfügt, nur gemeinsam mit dem östlichen Nebengebäude oder mit dem Haupthaus genutzt werden. Die Toilette und die Dusche im östlichen Nebengebäude stehen bei Bedarf auch Gästen, die in der nachfolgend beschriebenen Gartenhütte übernachten, zur Verfügung. Beide Nebengebäude sind elektrisch beheizbar.
Der Preis pro Person und Nacht beträgt in den Nebengebäuden 10 €, bei Aufbettungen 7 €.
Die Mindestbelegung für Alleinnutzung beträt 8 Personen.

Im Garten steht zudem ein reizvolles hölzernes Hüttchen mit einem Doppelstockbett. Das Häuschen hat seinen Reiz durch die separate Lage, verfügt jedoch weder über eine Küche noch über sanitäre Anlagen, die deshalb im östlichen Nebengebäude genutzt werden müssen. Dennoch ist es gerade für Wanderer oder Fahrradfahrer eine einfache Möglichkeit, auf dem Grundstück unterzukommen. Der Preis pro Person beträgt hier 6 €.

Alle Preise beinhalten die Nutzung des Gartens und der Außenanlagen.
Im Garten steht zudem ein hölzerner Pavillon, der als - allerdings nicht heizbarer - weiterer Seminarraum für etwa acht Personen kostenlos genutzt werden kann.

Organisatorisches

Auf den Betten in allen Unterkunftsbereichen befinden sich frische Laken. Nach Vereinbarung im Belegungsvertrag können Bettdecken und Kopfkissen geliehen und eigene Bettwäsche mitgebracht oder aber Steppdecken, Kopfkissen und Bettwäsche geliehen werden. Alternativ können Schlafsäcke mitgebracht werden.

Sämtliche Preise verstehen sich als Preise für eine Nutzung durch Jugendgruppen, Gruppen gemeinnütziger Träger, gemeinnützige Bildungsveranstaltungen, Mitglieder der NaturFreunde Deutschlands und andere gemeinnützige Gruppen. Bei privater Nutzung wird ein Aufschlag von 15 % sowie entsprechend den gültigen gesetzlichen Regelungen zusätzlich Umsatzsteuer (gegenwärtig in Höhe von 7 %) erhoben.
Um ökologisch bewußtes Verhalten zu unterstützen, wird der Verbrauch an Betriebskosten (Wasser, Abwasser, Gas, Elektroenergie) für das jeweilige Gebäude in der Zeit des Aufenthaltes der Gruppe durch Ablesen der Zähler ermittelt und dieser ebenso wie die verbrauchten Festbrennstoffe in Rechnung gestellt. Bei mehreren gleichzeitig anwesenden Gruppen werden die vorstehenden Kosten im Verhältnis der jeweils anwesenden Personenzahlen beider Gruppen umgelegt.

Wiewohl die von Open Houses betriebenen Gebäude und Ensembles primär Selbstversorgerhäuser sind, besteht auch die Möglichkeit zu Halb- und Vollpension. Wir vermitteln gern den Kontakt zu entsprechenden Unternehmen, die zu günstigen Preisen reichhaltige und schmackhafte Speisen ans Haus liefern, oder zu ortsansässigen Gastwirtschaften, in denen Gruppen preiswert essen können.

Grundstück

Das Grundstück ist unregelmäßig geschnitten und liegt am Hangrand mit schönem Blick auf den darunter liegenden Amselgrund.
Im oberen Bereich, direkt am Haus, befindet sich die bereits beschriebene Terrasse mit den Rhododendronbüschen. Darunter liegt, auf einem Sporn über dem Tal, der Lagerfeuerplatz.
Der untere Teil des Grundstücks, der durch eine Zaun vom oberen Bereich getrennt ist, war jahrzehntelang ungepflegt. Seit einigen Jahren führt Open Houses allsommerlich internationale Workcamps in Rathewalde durch, im Rahmen deren der verwilderte Teil des Grundstücks Schritt für Schritt gelichtet wird, die verfallenen Stufen gesichert und die verrotteten Gehölze und Laubhaufen entsorgt werden, um künftig auch diesen Bereich wieder nutzen zu können.

An- und Abreise

Rathewalde liegt etwa zwölf Kilometer von Pirna entfernt, das durch S-Bahnen und Regionalzüge sehr gut mit dem ICE-Bahnhof Dresden verbunden ist. Von Pirna fahren regelmäßig Busse nach Hohnstein und Sebnitz, die in Rathewalde, etwa 400 Meter vom Haus entfernt, halten.
Eine andere Möglichkeit ist, mit der S-Bahn bis Rathen zu fahren, dort mit der Drahtseilfähre über die Elbe zu setzen und dann etwa eine Stunde zu Fuß (dreieinhalb Kilometer bergauf), an der Bastei vorbei, nach Rathewalde zu laufen.
Eine dritte Möglichkeit schließlich ist, von Pirna mit der Bahn bis Lohmen zu fahren und dann sieben Kilometer zu Fuß zu laufen oder sich dort von anderen Mitgliedern der Gruppe abholen zu lassen.
Im Ort selbst findet man das Haus, indem man an der Kreuzung der Landstraße mit der Dorfstraße letztere nach Süden (bergab) fährt oder geht, dann immer geradeaus. An der Kirche gabelt sich die Dorfstraße, dort wählt man die halbrechte der beiden Möglichkeiten, läuft eine kleine Anhöhe hinauf und wieder hinunter, dann liegt das Haus auf der linken Seite. Die zum Haus gehörenden Parkplätze befinden sich fünfzig Meter hinter dem Haus rechts der Straße.
Die Anreise kann am Anreisetag ab 17.00 Uhr erfolgen. Kann die gesamte Gruppe nicht anreisen, so muß ein Verantwortlicher spätestens bis 19.00 Uhr anreisen, um die Schlüssel in Empfang zu nehmen.
Die Rückgabe der Schlüssel und die Übergabe des Gebäudes müssen am Abreisetag nach Reinigung der Räume bis 11.00 Uhr direkt an den von Open Houses Beauftragten erfolgen.
Frühere Anreise und spätere Abreise können im Belegungsvertrag gegen Aufpreis vereinbart werden.

Umgebung

Das Freizeithaus liegt am südlichen Rand des staatlich anerkannten Erholungsortes Rathewalde, es ist das vorletzte Haus des Ortes auf der linken Seite. Das letzte Haus ist ein ehemaliges Forsthaus, dort beginnt der Nationalpark Sächsische Schweiz.
Einfache Einkaufsmöglichkeiten befinden sich im Ort selbst (Bäcker mit Grundsortiment an Lebensmitteln, Getränkeverkauf). Eine Kaufhalle befindet sich sechs Kilometer entfernt in Lohmen, ein großes Einkaufszentrum in Pirna, direkt am von Rathewalde kommenden Ortseingang.
Direkt vom Haus aus sind vielfältige Wanderungen in die Sächsische Schweiz möglich - die bekannte Bastei mit der Basteibrücke, von der man eine malerische Aussicht über das gesamte Elbsandsteingebirge hat, liegt nur drei Kilometer entfernt, ebenso der Kurort Rathen mit der Felsenbühne und dem autofreien rechtselbischen Ortsteil Niederrathen.
Von Rathen gelangt man zu Fuß, mit dem Rad (Elberadweg), mit der S-Bahn oder dem Schiff nach Stadt Wehlen (4 km von Rathewalde), nach Königstein mit der berühmten Festung (10 km) und nach Bad Schandau (11 km), zu Fuß zudem zum Lilienstein (8 km).
Von Königstein aus kann man das Bielatal hinaufwandern und das Massiv der Pfaffensteine mit der Barbarine erreichen, von Bad Schandau gelangt man in das Kirnitzschtal, zum Lichtenhainer Wasserfall und in die Massive der Affensteine und der Schrammsteine.
In, von Rathewalde aus gesehen, elbabgewandter Richtung liegen Orte mit reicher historischer Vergangenheit und bedeutenden Kulturdenkmalen:
Hohnstein, zu dem Rathewalde eingemeindet ist und das sowohl zu Fuß (4 km) als auch durch regelmäßigen Busverkehr erreichbar ist, ist ein malerisches Städtchen im Polenztal, das von der riesigen im Kern mittelalterlichen Burg überragt wird.
In Stolpen, etwa zwölf Kilometer nördlich gelegen, befindet sich die Feste Stolpen, in der Gräfin Cosel gefangengehalten wurde.
Lohmen schließlich, sechs Kilometer nordwestlich am Eingang zum reizvollen Liebethaler Grund gelegen, verfügt über die größte Dorfkirche Sachsens und wird vom Richard-Wagner-Kulturpfad und vom Malerweg gekreuzt.
Die Kreisstadt Pirna (13 km) ist eine überaus reizvolle Kleinstadt, die durch Mittelalter und Barock geprägt worden ist. Unweit liegen der Barockgarten Großsedlitz und das Schloß Weesenstein.
In größerer Entfernung liegen elbabwärts Schloß Pillnitz (18 km) und die sächsische Landeshauptstadt Dresden (37 km) sowie elbaufwärts die Böhmische Schweiz und die Städte Děčín und Ústí nad Labem.
Belegungsanfrage per email

Anmeldeformular / Belegungsvertrag

Belegungsvertrag für Gäste(gruppen) Herberge Rathewalde



Herberge von Westen

Herberge von Nordwesten

Herberge von Südosten

Gruppenraum

Unterkunftsraum

Diele

Hauptgebäude - Erdgeschoß

Hauptgebäude - Obergeschoß

Hauptgebäude - Dachgeschoß

Rechtes Nebengebäude - Außenansicht

Rechtes Nebengebäude - Unterkunftsraum

Nebengebäude - Erdgeschoß

Nebengebäude - Obergeschoß

Lagerfeuerplatz

Blick vom Grundstück in den Amselgrund

Elbsandsteingebirge
 







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