- Allgemeine Informationen
- Beschreibung des Gebäudes und der Räumlichkeiten
- Organisatorisches
- Grundstück
- An- und Abreise
- Umgebung
- Belegungsanfrage
- Anmeldeformular / Belegungsvertrag
Allgemeine Informationen
Das Gutshaus zu Klein Dammerow liegt im Süden der Mecklenburgischen Seenplatte, etwa zehn Kilometer südwestlich des Städtchens Plau am See, das sich direkt am gleichnamigen Plauer See befindet.
Das Gebäude ist ein ansprechender Ziegelbau aus den Jahren 1892/93, ehemals errichtet als Staatsdomäne, umgeben von einem kleinen Gutspark – seine eigentliche Schönheit offenbart das Gebäude jedoch erst im Inneren.
Das Gutshaus wurde in den Jahren 1994 bis 1997 in sowohl aus denkmalpflegerischer als auch aus bauökologischer Hinsicht vorbildlicher Art und Weise instand gesetzt. Die Wände sind mit Lehmputzen überzogen und mit Kalk-Kasein-Farben gestrichen, die historischen Innentüren wurden restauriert, die historischen Dielen freigelegt und aufgearbeitet. Sämtliche Räume sind zudem mit historischen Möbeln ausgestattet, was dem Haus einen zusätzlichen Reiz verleiht.
Das Gutshaus zu Klein Dammerow ist bestens geeignet für Seminare und Bildungsveranstaltungen, in Verbindung mit dem großen Naturreichtum der Mecklenburgischen Landschaft jedoch auch als Gruppenunterkunft für Kinder-, Jugend- und Familienfreizeiten sowie für private Urlaubsaufenthalte.
Beschreibung des Gebäudes und der Räumlichkeiten
Das Gutshaus ist ein vieretagiges Gebäude – im Untergeschoss befinden sich die Küchen und Speiseräume, im Erdgeschoss Seminar- und Tagungsräume sowie eine Ferienwohnung, im Obergeschoss und im Dachgeschoss die Unterkunftsbereiche.
Das Gebäude verfügt über drei Unterkunftsbereiche, die von Gästegruppen sowohl zusammen als auch separat genutzt werden können:
Die Übernachtungsetage im Obergeschoss mit höherem Komfort (19 Betten), eine Gästewohnung im Erdgeschoss mit vergleichbarem Standard (4 Betten sowie 7 Schlafplätze in Hochbetten) sowie eine einfache, aber sehr ordentliche Matratzenunterkunft im ausgebauten Dachboden (20 bis 28 Matratzenplätze). Zusätzlich befindet sich im Erdgeschoß ein Sechs-Bett-Zimmer, das je nach Bedarf mit dem einen oder anderen Übernachtungsbereich kombiniert werden kann.
Die Räume im Obergeschoss (vier Vier-Bett-Zimmer, ein Zwei-Bett-Zimmer, ein Ein-Bett-Zimmer) sind außerordentlich geschmackvoll eingerichtet und verfügen sämtlich über Waschbecken und Dusche in den Zimmern.
Dabei bestehen die Vier-Bett-Zimmer jeweils aus einem Hauptraum mit zwei Betten, Schrank, Tisch, Stühlen und den sanitären Anlagen sowie einem sich an diesen anschließenden Nebenraum in der ausgebauten Dachschräge (die sogenannten ehemaligen Abseiten) mit zwei weiteren Betten.
Lediglich im Ein-Bett-Zimmer befindet sich nur das Waschbecken im Zimmer selbst, und die (in der Regel exklusiv für dieses Zimmer zur Verfügung stehende) Dusche ist separat vom Gang aus zugänglich.
Für Übernachtungen im Obergeschoss beträgt der Preis 14 € je Nacht und Person.
In Fällen, in denen die Dusche für das Einzelzimmer diesem nicht exklusiv zur Verfügung steht, beträgt der Preis für dieses Zimmer lediglich 12 €.
Zwei weitere Räume im selben Stil stehen in einer separaten Gästewohnung im Erdgeschoss zur Verfügung, in denen sich jeweils zwei Betten (14 € je Person und Nacht) sowie jeweils drei bzw. vier Schlafplätze auf einem Hochetagenbett (10 € je Person und Nacht) befinden. Die Gästewohnung verfügt über eigenes Bad mit Wanne sowie eine komplette Küchenzeile.
Wird die Gästewohnung separat, das heißt, nicht in Verbindung mit der Buchung weiterer Betten im übrigen Haus, genutzt, sind pro Nacht mindestens vier Betten sowie zwei Schlafplätze im Hochetagenbett zu zahlen, somit 76 €.
Im Winterhalbjahr 2010 / 2011 ist ein Umbau dieses Bereiches geplant.
Das Sechs-Bett-Zimmer im Erdgeschoß verfügt nicht über eigene sanitäre Einrichtungen, jedoch ist eine Toilette mit Waschbecken in direkter Nähe vom Flur aus zu erreichen. Je nachdem, mit welchem der anderen Übernachtungsbereiche das Zimmer kombiniert wird, können die Dusche der benachbarten Gästewohnung, die in der Übernachtungsetage im Obergeschoß (deren eine separat vom Flur aus zugänglich ist) oder die Duschen im Dachgeschoß genutzt werden.
Der Preis für Übernachtungen in diesem Zimmer beträgt pro Person und Nacht 10 €.
Die Matratzenunterkunft im ausgebauten Dachgeschoss besteht aus zwei großen Räumen jeweils an den Giebelseiten mit zwölf (bis maximal sechzehn) bzw. acht (bis maximal zwölf) Matratzen sowie vom dazwischengelegenen Mittelbereich zugänglichen separaten sanitären Anlagen für beide Geschlechter.
Die historischen Fachwerkwände des Dachgeschosses wurden bis in Kopfhöhe mit Lehmsteinen als Sichtmauerwerk geschlossen, so dass zwei vom Mittelbereich optisch, jedoch nicht akustisch getrennte Räume entstanden sind, und sich der besondere Stil des Hauses – ein sorgsamer und ästhetisch ansprechender Umgang mit der originalen Substanz – auch im Dachgeschoss fortsetzt.
Die Abtrennung der sanitären Anlagen ist in Massivbauweise ausgeführt.
Gruppen mit mehr als zwanzig Personen, die im Dachgeschoss nächtigen wollen, können entweder einige Räume in den darunterliegenden Etagen dazumieten oder aber auf eigenen Wunsch bis zu acht weitere Personen im Dachgeschoss auf Matratzen beherbergen, allerdings sind dann sowohl das Platzangebot als auch die Kapazität der sanitären Anlagen begrenzt.
Der Preis für Übernachtungen im Dachgeschoss beträgt (als Kapazitätserweiterung zuzüglich zu Übernachtungen in den beiden anderen Geschossen) 8 €, für die über die Grundkapazität von zwanzig Matratzen hinausgehenden Personen jeweils 6 €.
Nutzt eine Gruppe lediglich die Übernachtungsmöglichkeiten im Dachgeschoß und die Übernachtungsmöglichkeiten in den anderen beiden Geschossen nicht oder nur teilweise und somit die kleinere Küche und den kleineren Speiseraum exklusiv, dann beträgt der Preis 9 € und ab der 21. Person 7 €.
Im Untergeschoss stehen zwei voneinander getrennte, jedoch direkt nebeneinander liegende Küchen sowie zwei Speiseräume für jeweils 30 bzw. 40 Personen zur Verfügung, von denen der größere einer in lichten Farben gehalten ist, währenddem der kleinere einen Fußboden aus historischen Ziegelplatten und ein restauriertes Kappengewölbe aus Backsteinen hat und somit eher eine rustikale Atmosphäre ausstrahlt.
Bei Alleinnutzung des Hauses können alle Räume des Untergeschosses von der Gruppe genutzt werden. Die Tür zwischen den beiden Küchen kann dann geöffnet werden und die größere beispielsweise als Kochküche, die kleinere als Teeküche dienen.
Bei Nutzung des Hauses durch zwei Gruppen können die größere Küche, die komplett nach Gastronomiestandard mit Küchengeräten in Edelstahlausführung ausgestattet ist, sowie der danebengelegene Speiseraum von der Gruppe, die im Obergeschoss beherbergt wird, genutzt werden – die Gruppe, die in der Matratzenunterkunft im Dachgeschoss untergebracht ist, kann den Gewölberaum und die nahebei gelegene kleinere Küche nutzen.
Toiletten für beide Geschlechter sowie ausreichende Lagermöglichkeiten für Lebensmittel komplettieren das Raumprogramm des Untergeschosses.
Im Erdgeschoss sind die Seminar- und Tagungsräume gelegen. Die beiden nach Süden ausgerichteten Tagungsräume mit Blick in den Gutspark beeindrucken durch ihre Ausgewogenheit in den räumlichen Proportionen ebenso wie durch ihre farbliche Gestaltung und die Ausstattung mit historischem Mobiliar. Sie sind mit ihrer Größe von 29 qm bzw. 26 qm für Vorträge und Gesprächsrunden wie für zwanglose Zusammenkünfte gleichermaßen geeignet. Die beiden Räume bilden eine Raumfolge und sind jeweils durch hohe zweiflügelige Türen aus der Erbauungszeit des Hauses mit der Eingangshalle bzw. dem Seminarraum verbunden.
Bei Nutzung durch mehrere Gruppen stehen die beiden Tagungsräume der Gruppe, die im ersten Obergeschoss untergebracht ist, exklusiv zur Verfügung.
An diese beiden Räume schließt sich eine auf einer hölzernen Konstruktion stehende im Fachwerkstil gehaltene historische Veranda an. Die Veranda ist etwa 28 qm groß, nicht heizbar und somit für eine Nutzung im Winter nicht geeignet – durch die Fenster, die auf drei Seiten (Nord, West, Süd) zum Gutspark hinausgehen, ergibt sich jedoch ein sehr ansprechender lichter Raumeindruck, weshalb der Raum für Seminare und Gesprächsrunden ebenfalls sehr gut geeignet ist.
Die Veranda wird ab etwa Ende 2010 zusätzlich über eine hölzerne Außentreppe zugänglich sein und wird somit bei Nutzung des Hauses durch mehrere Gruppen auch von der Gruppe, die im Dachgeschoß untergebracht ist, oder von anderen, z.B. einer Radfahrergruppe oder für Tagesveranstaltungen, genutzt werden können.
Der Preis für die Nutzung der Veranda beträgt pro Tag 10 €.
Der von der Eingangshalle aus zugängliche große Seminarraum mit einer Größe von etwa 40 qm ist mit modernem Mobiliar ausgestattet und somit für Seminare und Bildungsveranstaltungen ideal geeignet. Der Seminarraum kann von jeder im Haus herbergenden Gruppe, aber auch für Tagesveranstaltungen Dritter, genutzt werden.
Die Gebühr für die Nutzung des Seminarraumes beträgt pro Tag 25 €, bei Nutzung durch Dritte 30 €.
Eine Toilette komplettiert das Raumprogramm auf der Etage und gestattet einen Seminarbetrieb ohne Beeinträchtigung der Unterkunftsetagen.
Reichen die vorhandenen Übernachtungskapazitäten für die eine oder andere Gruppe nicht aus, besteht zusätzlich die Möglichkeit, im Außengelände zu zelten und die Toiletten und Waschbecken im direkt vom Garten her zugänglichen Untergeschoss zu nutzen. Separate Duschen stehen jedoch nicht zur Verfügung, Zeltende müssen – nach vorheriger vertraglicher Regelung – entweder die Duschen im Obergeschoss oder die im Dachgeschoss nutzen.
Der Preis für Zeltende beträgt in diesem Falle 4 € je Person und Nacht.
Nutzt eine Gruppe die Zeltmöglichkeiten nicht ergänzend zu den Übernachtungsmöglichkeiten im Haus, sondern ausschließlich, können, soweit es die Belegung des Hauses erlaubt, die separate Dusche im ersten Obergeschoss sowie ein Speiseraum und die kleinere der beiden Küchen zur Verfügung gestellt werden.
Der Preis für Zeltende beträgt in diesem Falle 6 € je Person und Nacht.
Perspektivisch plant Offene Häuser die Errichtung eines separaten Sanitärgebäudes für Zeltende.
Für größere Veranstaltungen geeigneten Inhaltes, wie beispielsweise Probenwochenenden von Chören oder Kammermusikensembles, steht die Kirche im drei Kilometer entfernten Nachbarort Retzow zur Verfügung – ein reizvolles, geschmackvoll restauriertes kleines Fachwerkkirchlein inmitten des Dorfangers, die gegen Spende an die Kirchgemeinde genutzt werden kann. Zur Verringerung des organisatorischen Aufwandes für die Kirchgemeinde bitten wir jedoch, Anfragen für im Zusammenhang mit der Übernachtung im Gutshaus Klein Dammerow stehende Nutzungen der Kirche zu Retzow ebenfalls ausschließlich über Offene Häuser zu stellen.
Organisatorisches
Auf den Betten in allen Unterkunftsbereichen befinden sich frische Bettlaken. Nach Vereinbarung im Belegungsvertrag können Steppdecken und Kopfkissen geliehen und eigene Bettwäsche mitgebracht oder aber Steppdecken, Kopfkissen und Bettwäsche geliehen werden. Alternativ können Schlafsäcke mitgebracht werden.
Die Matratzen im Dachgeschoß sind gegen Verschmutzung mit Spannbettlaken geschützt. Dennoch bitten wir die Gästegruppen, jeweils ein eigenes sauberes Laken mitzubringen. Alternativ können die Laken gegen eine Gebühr von 1,50 € von uns geliehen werden.
Sämtliche Preise verstehen sich als Preise für eine Nutzung durch Jugendgruppen, Gruppen gemeinnütziger Träger, gemeinnützige Bildungsveranstaltungen, Mitglieder der NaturFreunde Deutschlands und andere gemeinnützige Gruppen. Bei privater Nutzung wird entsprechend den gültigen gesetzlichen Regelungen ggf. zusätzlich Umsatzsteuer erhoben.
Um ökologisch bewusstes Verhalten zu unterstützen, wird der Verbrauch an Betriebskosten (Wasser / Abwasser, Elektroenergie, Heizöl) in der Zeit des Aufenthalters der Gruppe durch Ablesen der Zähler ermittelt und der Gruppe in Rechnung gestellt. Bei mehreren gleichzeitig anwesenden Gruppen werden die Kosten im Verhältnis der jeweils anwesenden Personenzahlen beider Gruppen umgelegt.
Das Haus ist mit einer kombinierten Holz-Öl-Heizung ausgestattet, die von jeweils einer eingewiesenen Person der Gästegruppe bedient werden kann. Insofern ist es der Gruppe selbst überlassen, ob sie – arbeitsintensiver, aber kostenlos und ökologisch – mit Holz heizt oder Heizöl verbraucht, das wir der Gruppe dann vollständig in Rechnung stellen.
Gäste und Gruppen, die auch in ihrem eigenen Lebensbereich zu ökologisch erzeugtem Strom wechseln, können den Betrag für ihre im Gutshaus Klein Dammerow verbrauchten Betriebskosten deutlich minimieren. Näheres finden Sie unter www.aller-guten-dinge-sind-drei.org.
Nach vorheriger Absprache besteht gemäß der Philosophie des Netzwerkes Offene Häuser auch die Möglichkeit, an der Pflege des Gutsparkes mitzuarbeiten. Dabei geht es nicht in jedem Falle um qualifizierte Arbeiten, sondern darum, verbindlich und zuverlässig eine für die Pflege des Geländes notwendige und mit uns abgesprochene Arbeit auszuführen. Gruppen, die an dieser Variante interessiert, sollten uns darauf ansprechen.
Offene Häuser betreibt das Gutshaus zu Klein Dammerow als Selbstversorgerhaus, bei Bedarf können jedoch sowohl Halbpension als auch Vollverpflegung über örtliche Anbieter zu moderaten Preisen und guter Qualität – zur Beköstigung sowohl im Hause selbst als auch außerhalb – vermittelt werden.
Grundstück
Das Gutshaus ist von einem alten Gutspark umgeben, der allmählich in die offene Landschaft übergeht. Das Grundstück hat eine Größe von mehr als 15.000 Quadratmetern und steht den Gästegruppen uneingeschränkt zur Verfügung.
Im Park befindet sich eine vor wenigen Jahren in Lehmbauweise errichtete Hütte in experimenteller Formensprache, die bei Regen einer Runde von etwa 12 Personen angenehm Platz bietet. Unweit davon ist der Lagerfeuerplatz gelegen, am Grundstücksrand schließt sich eine Wiese mit Volleyballnetz und Fußballtoren an.
Perspektivisch werden etwa 30 Fahrräder zur Verfügung stehen, die Gruppen ausleihen können, um die mecklenburgische Landschaft zu erkunden.
An- und Abreise
Die öffentliche Verkehrsanbindung ist bis Meyenburg recht gut. Die Prignitzer Eisenbahngesellschaft betreibt dort einen häufig verkehrenden und bis nach Berlin gut vertakteten Nahverkehr, der zu den Konditionen der Deutschen Bahn (incl. Bahncard, Berlin-Brandenburg-Ticket etc.) genutzt werden kann.
Vor Meyenburg fahren Busse über Ganzlin nach Klein Dammerow, allerdings nur einige Male täglich.
Wer ein Fahrrad bei sich führt, kann auch die sehr schöne Strecke direkt von Meyenburg durch den Wald nach Klein Dammerow nehmen.
In den nächsten Jahren, möglicherweise bereits ab 2011, ist die Wiederinbetriebnahme des Eisenbahn-Streckenabschnitts Meyenburg – Ganzlin – Plau am See vorgesehen, so dass sich die Verkehrsanbindung deutlich verbessern wird.
Mit dem Auto ist das Gutshaus Klein Dammerow sehr schnell über die Autobahnen Berlin – Hamburg (Abfahrt Meyenburg) und Berlin – Rostock (Abfahrt Röbel / Plau am See) zu erreichen. Beide sind weitgehend staufrei.
Die Anreise kann in der Regel ab 16 Uhr, die Abreise sollte bis 11 Uhr erfolgen. Im Einzelfall können im Belegungsvertrag Abweichungen vereinbart werden.
Umgebung
Das Gutshaus Klein Dammerow liegt in einer ländlichen Gegend, die jedoch, auf die recht dünne Besiedlung des Landstrichs bezogen, über eine auffallend große Anzahl interessanter Ausflugsziele verfügt.
Das ideale Verkehrsmittel für die nächste Umgebung ist das Fahrrad, zumal die ehemaligen Landwege zumeist asphaltiert sind und nur ein geringes Verkehrsaufkommen haben. Für weitere Strecken bietet sich das Auto an, da Busverkehr nur einige Male am Tage besteht.
Direkt an den Gutspark schließt sich ein großes Naturschutzgebiet an, das ausgedehnte Spaziergänge und Naturbeobachtungen ermöglicht.
Mit dem Fahrrad kann man in östlicher Richtung in etwa drei Kilometern Retzow erreichen, wo sich neben dem bereits erwähnten Fachwerkkirchlein die Filzmanufaktur „Ülepüle“ befindet, die sowohl die Möglichkeit zu Filzkursen als auch zum Erwerb künstlerisch ansprechender Filzprodukte bietet.
In nördlicher Richtung befindet sich in etwa vier Kilometern Wangelin mit dem „Wangeliner Garten“, dem größten Kräutergarten Norddeutschlands, in dem auch interessante Veranstaltungen zu Gartenbau, Naturschutz und Landschaftspflege stattfinden.
Benachbart liegt der Ort Gnevsdorf mit dem „Deutschen Lehmmuseum“, das, in einem alten Bauernhaus untergebracht, in beeindruckender Weise Einblick in historische und moderne Lehmbautechniken in Mecklenburg, anderen Teilen Deutschlands, aber sogar auch auf anderen Kontinenten, gibt.
Etwas weiter entfernt liegt in nordwestlicher Richtung die ehemalige Ziegelei Benzin, die als Schauanlage zugänglich ist.
Klein Dammerow liegt inmitten des Städtedreiecks Meyenburg - Plau am See – Lübz, wobei letztere etwas weiter entfernt ist als die anderen beiden. Die historische Ausrichtung war stets nach Plau am See gegeben, die administrative zu DDR-Zeiten nach Lübz und die heutige infrastrukturelle wegen der Autobahn, der Bahnanbindung und der am Klein Dammerow zugewandten Ortseingang gelegenen Einkaufsmöglichkeiten wohl primär nach Meyenburg.
Meyenburg ist ein Ackerbürgerstädtchen noch auf brandenburgischer Seite, jedoch direkt vor der Landesgrenze. Der zunehmende Wegzug der Bevölkerung ist ein ernstes Problem, jedoch hat der Ort mit dem seit wenigen Jahren im ehemaligen Schloß beheimateten Modemuseum, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist, einen neuen interessanten Anziehungspunkt erhalten.
Plau am See ist ein weitgehend original erhaltenes Städtchen mit imposanter Stadtkirche in den Formen der Backsteingotik und Resten der ehemaligen Burg sowie einer recht geschlossenen Bebauung auf dem historischen mittelalterlichen Grundriß, die vorwiegend aus dem 18. Jahrhundert stammen dürfte. Einen besonderen Reiz gewinnt das Städtchen durch die Lage direkt an der Elde und am Plauer See, was der Stadt durch den Hafen und die historische Hubbrücke teilweise gar ein etwas südlländisches Flair verleiht. Bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert war Plau am See eine beliebte Sommerfrische für die Berliner.
Lübz schließlich war als Nebenresidenz der Schweriner Bischöfe im Mittelalter von großer Bedeutung, die Entwicklung stagnierte jedoch nach der Reformation weitgehend. Zu DDR-Zeiten eine der kleinsten Kreisstädte des Landes, waren mit dem Verlust dieser Funktion im Jahre 1994 die strukturellen Veränderungen in den ländlichen Gebieten Ostdeutschlands hier noch gravierender als andernorts. In reizvollen Straßenzügen mit Fachwerkhäusern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert steht stellenweise jedes zweite Häuschen zum Verkauf – andererseits hat das Zentrum des Ortes mit Burg, Hubbrücke über die Elde, einer in sehr geschmackvoller Weise zur Sparkasse umgebauten ehemaligen Wassermühle und insbesondere dem Komplex um die Stadtkirche bis heute seine stimmungsvolle Atmosphäre bewahrt.
In dem vorstehend eher unter landschaftshistorischen und kunstgeschichtlichen Aspekten beschriebenen und mit dem Fahrrad erkundbaren Radius von etwa zwanzig Kilometern um das Gutshaus Klein Dammerow befinden sich naturgemäß auch zahlreiche rein touristische Angebote wie Kletterpark, Bärengehege, Kanuverleihe etc., die hier, um den Rahmen nicht zu sprengen, im Einzelnen nicht aufgeführt werden sollen.
Wer die Möglichkeit hat, mit dem Auto (oder von Lübz auch mit der Bahn) Mecklenburg auch über diesen Radius hinaus zu erkunden, dem sei neben den bekannten Zielen wie der ehemaligen Residenzstadt Schwerin, der Universitätsstadt Rostock und der Ostseeküste insbesondere die alte Bischofs- und Residenzstadt Güstrow empfohlen, in der sich historische Baudenkmale und die umgebende Landschaft vermischen und jahrhundertelange Traditionen, künstlerische Entwicklungen des 20. Jahrhunderts (Ernst Barlach, Uwe Johnson und andere) sowie ambitionierte Pläne für eine zeitgemäße und nachhaltige Stadtentwicklung einander in beeindruckender Weise anregen.
Belegungsanfrage
Wenn Sie sich wegen freier Termine erkundigen bzw. eine Belegungsanfrage stellen möchten, wenden Sie sich bitte an unser Büro in Weimar unter Telefon 03643 – 502390. Sollten Sie dort niemanden erreichen, können Sie sich auch unter Telefon 0172 – 7746913 direkt an Bert Ludwig wenden.
Alternativ können Sie über das untenstehende Formular eine Anfrage per E-mail stellen, die wir innerhalb von drei Werktagen beantworten werden.
In eiligen Fällen ist eine Anfrage per Telefon immer günstiger, da ein Telefonat im Unterschied zu einer E-mail die Möglichkeit bietet, sich schnell und unkompliziert über Ihre Vorstellungen und unsere Möglichkeiten auszutauschen und verschiedene von Offene Häuser betriebene Unterkünfte und die dort freien Termine zu erörtern.
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